<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss" xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
	>

<channel>
	<title>Ostprobe</title>
	<atom:link href="http://ostprobe.wordpress.com/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://ostprobe.wordpress.com</link>
	<description>Geschichten aus dem Block</description>
	<lastBuildDate>Mon, 22 Oct 2012 07:59:52 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.com/</generator>
<cloud domain='ostprobe.wordpress.com' port='80' path='/?rsscloud=notify' registerProcedure='' protocol='http-post' />
<image>
		<url>http://0.gravatar.com/blavatar/47c3774bf402dcdbd5daef6d65f945a2?s=96&#038;d=http%3A%2F%2Fs2.wp.com%2Fi%2Fbuttonw-com.png</url>
		<title>Ostprobe</title>
		<link>http://ostprobe.wordpress.com</link>
	</image>
	<atom:link rel="search" type="application/opensearchdescription+xml" href="http://ostprobe.wordpress.com/osd.xml" title="Ostprobe" />
	<atom:link rel='hub' href='http://ostprobe.wordpress.com/?pushpress=hub'/>
		<item>
		<title>Gedankenbilderbuch Tel Aviv &#8211; das religiöse Partyspezial</title>
		<link>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/30/gedankenbilderbuch-tel-aviv-das-religiose-partyspezial/</link>
		<comments>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/30/gedankenbilderbuch-tel-aviv-das-religiose-partyspezial/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 May 2012 09:23:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ostprobe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feiertage]]></category>
		<category><![CDATA[Frishmen]]></category>
		<category><![CDATA[Judentum]]></category>
		<category><![CDATA[Käse]]></category>
		<category><![CDATA[Rabbiner]]></category>
		<category><![CDATA[Shavuot]]></category>
		<category><![CDATA[Synagoge]]></category>
		<category><![CDATA[Tel Aviv]]></category>
		<category><![CDATA[Thora]]></category>
		<category><![CDATA[Ultraorthodox]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ostprobe.wordpress.com/?p=540</guid>
		<description><![CDATA[Im Jüdischen gibt es unzähliche religiöse Feiertage, die entweder an Freude oder Leid vergangener Tage erinnern sollen. In beiden Fällen ... <br /><a class="more-link" href="http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/30/gedankenbilderbuch-tel-aviv-das-religiose-partyspezial/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=540&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jüdischen gibt es unzähliche religiöse Feiertage, die entweder an Freude oder Leid vergangener Tage erinnern sollen. In beiden Fällen muss viel, viel gegessen werden. Gerade war Shavuot, dass an das Empfangen der Thora erinnern soll. Dabei hilft offenbar Käse sehr gut, der an diesem Tag überall gereicht wird. &#8220;Warum?&#8221;, fragen wir einen Freund. &#8220;Da gibt es wohl keinen wirklichen Zusammenhang, sondern ist einfach ein perfekter Coup der Käseindustrie.&#8221;</p>
<p>*</p>
<p>In unserer Nachbarschaft wurde Shavuot auch sehr groß gefeiert. Dort steht nämlich eine unscheinbare, beige verputzte, nüchtern-wuchtige Synagoge im Bauhausformat. Erst haben wir sie übersehen, aber der neue Rabbiner lädt dort jede Woche zur großen Sause auf dem kunstrasenbedeckten Höfchen. Es gibt immer Livemusik und &#8211; natürlich &#8211; ein gewaltiges Buffet.</p>
<p>*</p>
<p>Noch heftiger geht es bei den Ultraorthodoxen zu, die nachts in einem Van durch die Straßen der Stadt cruisen. Auf dem Dach haben sie eine gewaltige Soundanlage installiert, aus der heftiger Lobpreis-Pop für den Messias wummert. An Kreuzungen springen die Partysanen mit Schläfenlocken aus dem Van, tanzen wild umher und ziehen Passanten in ihre ekstatischen Hopstänze mit ein. Gegessen wird aber nichts.</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ostprobe.wordpress.com/540/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ostprobe.wordpress.com/540/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=540&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/30/gedankenbilderbuch-tel-aviv-das-religiose-partyspezial/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/img_1119.jpg?w=112" />
		<media:content url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/img_1119.jpg?w=112" medium="image">
			<media:title type="html">Schöner dienen</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0a39ff215a8f803aaba6cd33cd662474?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ostprobe</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Der große Swindel</title>
		<link>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/29/der-grose-swindel/</link>
		<comments>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/29/der-grose-swindel/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 May 2012 07:32:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ostprobe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doer]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Party]]></category>
		<category><![CDATA[Rooftop]]></category>
		<category><![CDATA[Strand]]></category>
		<category><![CDATA[Tel Aviv]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ostprobe.wordpress.com/?p=533</guid>
		<description><![CDATA[Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich es mit einem Phantom zu tun habe. Einem urbanen Mythos, der nur ... <br /><a class="more-link" href="http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/29/der-grose-swindel/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=533&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120529-102628.jpg"><br />
<a href="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120529-102628.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-541" title="Mädchen fängt Herz" alt="" src="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120529-102628.jpg?w=150&#038;h=112" height="112" width="150" /></a></a></p>
<p>Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich es mit einem Phantom zu tun habe. Einem urbanen Mythos, der nur auf Partybildern auf Facebook existiert und einen automatischen WhatsApp-Beantwortungsdienst in Indien beschäftigt. Seit Wochen versuche ich einen Freund einer Freundin zu treffen: Aron Swindel. Und da hätte ich schon stutzig werden sollen.<br />
&#8220;Hey, wenn du in Tel Aviv bist, sag Bescheid und wir können uns treffen&#8221;, schrieb er mir als ich noch im deutschen Spargel-Frühling saß. &#8220;Was hast du hier eigentlich vor?&#8221; Ich antwortete wahrheitsgemäß, dass ich einfach mal den Wohnort wechseln und dort jeden Tag wie einen Samstag verbringen wolle. Also abwechselnd in Cafés, Restaurants, Bars rumhängen, in Museen und Galerien gehen, Freunde treffen und mit der Stadt verschmelzen. Also eigentlich: Leben wie in Berlin plus Strand.<br />
Aron Swindel sollte mich &#8211; so der Plan &#8211; in die Feiergemeinde der Stadt einführen, die Gästelistenplätze klar machen, mich auf die Rooftop-Partys der Stadt lotsen. Und das hat er dann auch &#8211; aber anders, als erwartet.</p>
<p><strong>Swindel, der Erste</strong><br />
Wir verabredeten uns zu einer der legendären TLV-Dachterrassenpartys. &#8220;Pump it up&#8221; war das Motto und neben alkoholischen Shots sollte auch heftig mit Wasserspritzpistolen geschossen werden. Ich stöckelte so partykatzenmäßig wie möglich durch den warmen israelischen Frühlingstag. In den Bars und Bistros der Bograshov saßen schöne Menschen vor Salaten, Hummus oder Pasta. Es war längst dunkel und mein Herz beschleunigte den Puls als ob es den Beat der Stadt aufzunehmen versucht. Als ich das verabredete Haus erreichte, hörte ich: nichts. Ich umrundete es und suche nach einem Eingang, stakste durch muffelige Hinterhöfe und fand schließlich ein hebräisches Schild, dass ich als Partyhinweis deutete. Ein stockdunkler Flur breitete sich vor mich aus, den ich vorsichtig bis zur obersten Stufe hochstieg. Eine schwere Metalltür war am Ende, fest verschlossen. Ich klingelte, Stimmen tuschelten, fragten wer da sei. Ich stellte mich vor und erwähnte auch den Namen meines Partypaten. Die Tür öffnete sich und ein müde dreinblickendes Paar schüttelte bedauernd den Kopf: &#8220;Die Party ist weitergezogen.&#8221; Und mit ihr Aron Swindel.</p>
<p><a href="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120529-102907.jpg"><img alt="20120529-102907.jpg" src="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120529-102907.jpg?w=590" /></a></p>
<p><strong>Swindel, der Zweite</strong></p>
<p>Ich schrieb ihm eine Nachricht, wollte aber nicht uncool vorwurfsvoll klingen und betonte, dass ich nette Gesellschaft in einer Rock&#8217;n Roll-Bar gefunden hatte. Er nannte mich eine Tel Aviv noir heroine und lud mich zu einem Barbeque mit Freunden ein &#8211; am Strand, im Park, nachmittags um drei. Ich ging davon aus, dass das eine isrealische Zeitangabe sei und schlug innerlich eine halbe Stunde drauf. Mit gepackter Strandtasche, in der eine Picknickdecke, Sekt, Obst und ein Fotoapparat lagen, wollte ich gerade los als eine Nachricht auf meinem Handy aufblitzte. Das BBQ sei irgendwie nicht sein Ding. Er wolle weiter. Wohin, dass sei schwer zu sagen, weil eine ganze Horde von Freunden darüber disputiert. Ich wartete eine dreiviertel Stunde, wohin es die Gruppe verschlagen würde bis die Strandtasche auf meinen Schultern Striemen machte und die Sonne in meinem Kopf schwummerte. Mir war swindelig.</p>
<p><a href="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120529-102816.jpg"><img alt="20120529-102816.jpg" src="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120529-102816.jpg?w=590" /></a></p>
<p><strong>Swindel, der Dritte</strong><br />
Vielleicht müssen Blind Dates einfach besser vorbereitet sein. Er schlug einen Club vor, der neu eröffnet würde und er mich auf die Gästeliste setzen könne. Ich nannte die Erkennungszeichen: Er Hut, ich Blume im Haar. Treffpunkt nach 23 Uhr im &#8220;Doer&#8221;. Als ich mit einer Freundin vor dem Club ankam, schrie bereits eine ganze Anstehschlange auf eine Blondine hinter einem Eisentor ein, die daraufhin wild auf einem TouchPad herumwischte und dann wahllos Partyanwärter hereinließ. Ich schrie: &#8220;Guestlist of Aron Swindel&#8221; und irgendwann waren wir tatsächlich drin. Es war düster und so voll, dass man immer im zähen Strom der Menschen mittrippeln musste. Ab und zu zuckte das Stroboskop durch die Dunkelheit und erlaubte einen Blick in die Gesichter. Ich sah Strohhüte, Kappen, Basecaps, vereinzelt Stoffhüte. Das würde nicht einfach werden. Stundenlang streifte ich durch die Floors, schlug mir Schneisen durch das wippende Gewimmel, drehte mich auf Vorsprüngen suchend um. Ich fragte jeden Hutträger und jeden jungen Mann, der in etwa zum Profilfoto passte, ob er Aron sei, was mir abwechselnd einen Drink und einen mitleidigen Blick eintrug. Irgendwann flossen alle Gesichter und Hüte und Dreitagebärte ineinander. Plötzlich war alles und jeder Aron Swindel. Jeder grimmige Türsteher, jeder flirtende Barmann, jeder lallende Typ und jeder ekstatische Tänzer.<br />
Als ich wieder auf die Straße trat und es langsam dämmerte, begriff ich, dass ich einem Schwindel aufgesessen war: Meinen eigenen Erwartunge. Das hier ist nicht Berlin plus Strand. Das hier ist Tel Aviv.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ostprobe.wordpress.com/533/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ostprobe.wordpress.com/533/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=533&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/29/der-grose-swindel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120529-102628.jpg?w=150" />
		<media:content url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120529-102628.jpg?w=150" medium="image">
			<media:title type="html">Mädchen fängt Herz</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0a39ff215a8f803aaba6cd33cd662474?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ostprobe</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120529-102907.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">20120529-102907.jpg</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120529-102816.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">20120529-102816.jpg</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Einfach mal Strand</title>
		<link>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/21/einfach-mal-strand/</link>
		<comments>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/21/einfach-mal-strand/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 May 2012 06:16:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ostprobe</dc:creator>
		
		<guid isPermaLink="false">http://ostprobe.wordpress.com/?p=511</guid>
		<description><![CDATA[Es ist ein Meer Wild und unablässlich zittert der Wind An den Sonnenschirmen der Strandcafés. Hier will ich mich niederlassen. ... <br /><a class="more-link" href="http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/21/einfach-mal-strand/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=511&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120521-091701.jpg"><img title="Der wunderliche Kauz und das Meer - hier aber einer ohne Rastas" alt="20120521-091701.jpg" src="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120521-091701.jpg?w=480&#038;h=480" height="480" width="480" /></a></p>
<p>Es ist ein Meer<br />
Wild und unablässlich zittert der Wind<br />
An den Sonnenschirmen der Strandcafés.</p>
<p>Hier will ich mich niederlassen. Neben den Müttern, die ihren schreienden Kindern schreiend Wassereis austeilen. Und den Paaren, die sich cappuccinobraun der Sonne und den Blicken der anderen hingeben. Und den Touristen, die lesen. Und den jungen Mädchen, die sich in Bikinis und Katalogpose begeben um die Zugriffe auf ihrem Facebookprofil anzukurbeln.</p>
<p><strong>Popeliger Drink</strong></p>
<p>&#8220;Für einen Eiskaffee können Sie hier nicht sitzenbleiben&#8221;, sagt der Kellner in Shorts und mit Handfeger am Gürtel. Es sei zu wenig, um einen der wertvollen Plastikstühle unter den Weihenstephan-Schirmen zu blockieren. In Tel Aviv scheint jeder kleinste Fleck unglaublich kostbar &#8211; um in Clubs zu kommen, sollte man auf einer Liste stehen, um eine Wohnung zu beziehen, sollte man einen Makler kennen und für einen Parkplatz vor der Haustür muss man einen Garten (der von den Bauhaus-Architekten einst so sozial und gut gedacht war) platt machen.</p>
<p>Ich trabe den Strand entlang mit meinen Eiskaffee to go. Dort, wo die Wellen den feinen Sand zu Schlamm machen. Leider ist das auch der beste Platz für das beliebte Strandspiel &#8220;Ball-gegen-Holzkelle-Kloppen&#8221;. Fast nahtlos steht ein Spielerpaar hinter dem anderen. Ich versuche die Hohlheit des Geräuschs nicht auf die Spieler zu übertragen, was mir bei fortschreitendem Beschuss immer weniger gelingt. Vielleicht bin ich noch nicht lange genug da. Mehrere nach Israel ausgewanderte Freunde, die einst in Deutschland noch die übliche körperbezogene Alles-kann-nichts-Muss-Haltung teilten, sind hier dem hiesigen Schönheitswahn verfallen. Auf der Strandpromenade wird zu allen Uhrzeiten und in fast allen Freizügigkeitsstufen gejoggt. Es gibt überall Freiluft-Fitnessgeräte, die von Ferne wie lieblose orangefarbene Spielplätze aussehen. Und auf dem Hayakon wir auch zur Mittagszeit sportgerudert.</p>
<p><strong>Konvertitten</strong></p>
<p>Ich begebe mich wieder in die Fußwärme des weichen Sandes und navigiere durch Decken und Handtücher, deren Besetzung so hemmungslos gafft, abcheckt, schnalzt, sonnenbrillenzurechtrückt, mustert. Wer etwas zu zeigen hat, solle das doch auch bitte tun. Alles andere wäre Sünde. Um es mit Woody Allan zu sagen: Man ist hier im Hebräischen geboren und dann zum Narzissmus konvertiert.</p>
<p>Ich lasse mich auf den Steinen einer Mole nieder und suche einen Ausschnitt, der mich mit dem Meer allein lässt. Mein Blick bleibt an einer Stelle hängen, an der Felsen aus dem Wasser ragen. Vor ein paar Tagen war ich dorthin geschwommen und hatte einen wunderlichen Kauz mit blondierten Rastas und Taucherschwimmanzug gesehen, der sich später die Zähne unter einer öffentlichen Dusche geputzt hatte. Ihm gehörte auch der quietschbunt angemalte Van mit der Aufschrift &#8220;Homeless VIP&#8221;. Ich imaginierte, wie er dort wohl auf den ruhigen Felsen im vor sich hin schwappenden Meer wohnte. Er kam mir jetzt gar nicht mehr so seltsam vor.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ostprobe.wordpress.com/511/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ostprobe.wordpress.com/511/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=511&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/21/einfach-mal-strand/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120521-091701.jpg?w=150" />
		<media:content url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120521-091701.jpg?w=150" medium="image">
			<media:title type="html">20120521-091701.jpg</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0a39ff215a8f803aaba6cd33cd662474?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ostprobe</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120521-091701.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Der wunderliche Kauz und das Meer - hier aber einer ohne Rastas</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Die Schlüsselfrage</title>
		<link>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/16/die-schlusselfrage/</link>
		<comments>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/16/die-schlusselfrage/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 May 2012 09:06:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ostprobe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Checkpoint]]></category>
		<category><![CDATA[Falafel]]></category>
		<category><![CDATA[Honda]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Jericho]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ostprobe.wordpress.com/?p=513</guid>
		<description><![CDATA[Als wir den überdimensionalen Schlüssel am Wegesrand sehen, sind wir bereits klitschnass. Vor Angst. Zwei Stunden fahren wir schon in ... <br /><a class="more-link" href="http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/16/die-schlusselfrage/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=513&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120516-120815.jpg"><a href="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120516-120815.jpg"><br />
</a><img alt="20120516-120815.jpg" src="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120516-120815.jpg?w=590" /></a></p>
<p>Als wir den überdimensionalen Schlüssel am Wegesrand sehen, sind wir bereits klitschnass. Vor Angst. Zwei Stunden fahren wir schon in einem alten, vom Wüstensand verstaubten Honda auf israelischen Schnellstraßen Richtung Westbank. Die Landschaft jenseits der Fensterscheiben wird immer einsamer, karger, brauner. Ein Kamel steht am Straßenrand, dann tauchen Beduinenzelte auf, dann Checkpoints. Wir wollen in die älteste Stadt der Welt: Jericho. Die 10 000-Jährige liegt im A-Sektor der Palästinensergebiete. Das heißt, dort dürfen nur Palästinenser hinein, auf keinen Fall Israelis.</p>
<p>Wir waren mit einem Bekannten aus Tel Aviv unterwegs. Arabische Familiengeschichte. Dunkler Teint. Aber Jude. Als Journalist versucht Adi häufig auch in die Gebiete jenseits der Mauern und Stacheldrähte zu reisen. In Jericho war er noch nie. &#8220;Ich hoffe, dass es einen Zugang zur Stadt 0hne Checkpoint gibt&#8221;, sagt er uns als wir durch die Hitze der Wüste fahren. &#8220;Und dass ich nicht von der Polizei oder dem israelischen Militär aufgegriffen werde. Das könnte sehr unangenehm werden.&#8221; Am Wegesrand kurz vor den Toren von Jericho warnt ein rotes Schild, dass jeder Isreaeli, der sich jenseits dessen befindet, eine schwere Straftat begehe. 800 Euro Strafe seien das Mindeste, sagt Adi. Uns wird immer heißer.</p>
<p><strong>Rein ins Flüchtlingscamp</strong></p>
<p>Wir steuern den ersten Checkpoint an &#8211; keine Chance. Wir suchen den zweiten Zugang &#8211; wieder ist die Straße mit Schlagbäumen gesperrt, junge Männer und Frauen in israelischen Militäruniformen schauen wartend auf den sich nähernden Honda. Beim dritten Anlauf biegen wir vor den Augen der Soldaten in eine unbefestigte Straße ein, die in ein Flüchtlingscamp führt. Links und rechts versperren unverputzte Ziegelmauern den Blick auf die bereits seit 1948 zwangsweise provisorischen Unterkünfte. Ein Esel mümmelt an einem verdorrten Strauch. Die Straße entwickelt sich zum Krater. Der Honda ächzt gefährlich bei jeder Bodenwelle &#8211; und dann sind wir drin, im Arabischen.</p>
<p><a href="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120516-121033.jpg"><img alt="20120516-121033.jpg" src="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120516-121033.jpg?w=590" /></a></p>
<p>Aus den Lautsprechern der Moscheen ruft der Muezzin zum Mittagsgebet, Falafelbällchen zischen im Fett, kleine Mädchen in Schuluniform kichern und winken, es wird mehr gehupt als gebremst, Männer sitzen im Schatten ihrer Läden, mustern die fremden Besucher unverhohlen neugierig und grüßen immer wieder mit &#8220;Welcome&#8221;. Es könnte eine fast wohlige Vertrautheit des Exotischen sein, wenn da nicht überall der Konflikt, der Hass, die Konfrontation mit dabei wären.</p>
<p>Wir kaufen uns ein simples Wassereis in einem winzigen Geschäft, dessen Besitzer sein &#8220;Hertha BSC&#8221; und &#8220;Bayern München&#8221; an uns ausprobiert als wir auf Nachfrage unsere Herkunft verraten. Adi mustert er skeptisch, versucht ihn auf auf Arabisch anzureden. Der bleibt einsilbig, vermeidet Blickkontakt und versucht dem üblichen Geplänkel aus &#8220;Woher, wie lange, wie gefällt&#8217;s&#8221; zu entgehen. Die Wahrheit ist gefährlich.</p>
<p><strong>Fäuste über Stacheldraht</strong></p>
<p>Auf einem zentralen Platz, den geräuschvoll Autos in improvisierten Spuren umrunden, lassen wir uns in den Schatten plumpsen. Direkt neben uns steht das Tourismusbüro, eine Palme, ein Polizist und dahinter ein leeres jurtenähnliches Zelt. Es soll an alle von Israel gefangenen gehaltenen Menschen stehen und sagen: Wir warten auf euch &#8211; egal wie lange es dauert. Rings um uns hängen Plakate der PLO, die Kinder in Ketten und mit Verbänden um den Kopf zeigen, einen Fatah-Führer und kämpferische Fäuste, die über Stacheldraht hinaus in die Freiheit zeigen.</p>
<p><a href="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120516-121330.jpg"><img alt="20120516-121330.jpg" src="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120516-121330.jpg?w=590" /></a></p>
<p>Als wir den Honda über den gleichen Schleichweg zurückführen, steht wieder der gewaltige Schlüssel am Straßenrand und weist uns den Weg. Jeder Palästinenser hat noch seinen Schlüssel für das Haus, aus dem er einst vertrieben wurde. Wir starren die Schlüsselfigur an als wir an ihr vorbeifahren und erkennen einen Satz, der darauf in extra international verständlichem Englisch steht: &#8220;We will return&#8221;. Und es ist keine Abschiedsformel.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ostprobe.wordpress.com/513/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ostprobe.wordpress.com/513/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=513&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/16/die-schlusselfrage/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120516-120815.jpg?w=112" />
		<media:content url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120516-120815.jpg?w=112" medium="image">
			<media:title type="html">20120516-120815.jpg</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0a39ff215a8f803aaba6cd33cd662474?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ostprobe</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120516-120815.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">20120516-120815.jpg</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120516-121033.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">20120516-121033.jpg</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120516-121330.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">20120516-121330.jpg</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Gedankenbilderbuch Tel Aviv</title>
		<link>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/14/gedankenbilderbuch-tel-aviv/</link>
		<comments>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/14/gedankenbilderbuch-tel-aviv/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 May 2012 10:27:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ostprobe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Militärjets]]></category>
		<category><![CDATA[Pistole]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit]]></category>
		<category><![CDATA[Shalom]]></category>
		<category><![CDATA[Strand]]></category>
		<category><![CDATA[Tel Aviv]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ostprobe.wordpress.com/?p=502</guid>
		<description><![CDATA[Wenn jemand mit einer Pistole aus einer leicht geöffneten Autotür auf dich zielt, kann es auch nur eine Geschwindigkeitskontrolle sein. ... <br /><a class="more-link" href="http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/14/gedankenbilderbuch-tel-aviv/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=502&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/p1030825.jpg"><img src="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/p1030825.jpg?w=225&#038;h=300" alt="It&#039;s not a lie" title="Living in Tel Aviv " width="225" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-509" /></a></p>
<p>Wenn jemand mit einer Pistole aus einer leicht geöffneten Autotür auf dich zielt, kann es auch nur eine Geschwindigkeitskontrolle sein. Muss es aber nicht.</p>
<p>Wenn man mit seinem Körper nicht hundertprozentig zufrieden ist, macht das in Tel Aviv nichts. Es gibt genug Friseure, Schönheitssalons, Fitnesscenter und plastische Chirurgen. </p>
<p>Wenn sich am Strand von Tel Aviv der erholungsbedürftige Badegast auf weichestem Sand räkelt, donnern Militärjets über seinen Kopf hinweg. Am Ausgang zur Strandpromenade steht dann aber ein Schild mit der Aufschrift &#8220;Go in Peace&#8221;. </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ostprobe.wordpress.com/502/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ostprobe.wordpress.com/502/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=502&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/14/gedankenbilderbuch-tel-aviv/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0a39ff215a8f803aaba6cd33cd662474?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ostprobe</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/p1030825.jpg?w=225" medium="image">
			<media:title type="html">Living in Tel Aviv </media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Berlin &#8211; Tel Aviv: Der Städtevergleich</title>
		<link>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/11/berlin-tel-aviv-der-stadtevergleich/</link>
		<comments>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/11/berlin-tel-aviv-der-stadtevergleich/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 May 2012 09:46:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ostprobe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Günther Jauch]]></category>
		<category><![CDATA[Gentrifizierung]]></category>
		<category><![CDATA[Havaiannas]]></category>
		<category><![CDATA[Partys]]></category>
		<category><![CDATA[Prenzlauer Berg]]></category>
		<category><![CDATA[Tel Aviv]]></category>
		<category><![CDATA[U-Bahn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ostprobe.wordpress.com/?p=500</guid>
		<description><![CDATA[Manchmal kommt es mir so vor, als wäre Berlin gar nicht diese rummelige Millionenstadt in der brandenburgischen Steppe, sondern viel ... <br /><a class="more-link" href="http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/11/berlin-tel-aviv-der-stadtevergleich/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=500&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120511-124751.jpg"><img alt="20120511-124751.jpg" src="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120511-124751.jpg?w=590" /></a></p>
<p>Manchmal kommt es mir so vor, als wäre Berlin gar nicht diese rummelige Millionenstadt in der brandenburgischen Steppe, sondern viel mehr eine Idee, ein Gefühl, eine Lebensentscheidung. Und egal wo man auch ist, lässt sie sich auspacken und verbreiten. In Tel Aviv ist das auch passiert, weswegen es sich hier super Berlin-Bingo spielen lässt. Nach einer Woche habe ich folgende Bingo-Punkte kassiert:</p>
<p><strong>Prenzlauer Berg:</strong><br />
existiert hier in Form von kleinen, durchgestylten Bars und Cafés mit Hipstern an Laptops &#8211; allerdings ohne Kinder &#8211; und jeder Menge Bioläden &#8211; mit umfangreichem Weleda- und Dr.Hauschka-Segment</p>
<p><strong>Individualität:</strong><br />
gibt es hier vor allem an den Havaiannas, die statt mit der brasilianischen Flagge mit der israelischen oder Glitzerknöpfen betacktert werden können. Fensterglasbrillen und Vintage-Victims sind eher rar.</p>
<p><strong>Partys:</strong><br />
sollen hier angeblich immer und überall stattfinden. &#8220;The city that never stops&#8221; lässt sich TLV deswegen gern nennen (und vergleicht sich offenbar mit einer anderen rummeligen Millionenstadt). Man kann deswegen unablässlich von Großraumdiskos zu Clubs zu Dachterrassenpartys hopsen. Aber man muss schnell sein: Feiern und Feieretablissments wechseln hier schneller den Ort als der Berliner Raver seine Unterhosen.</p>
<p><strong>Gentrifizierung:</strong><br />
Wie in Berlin auch werden hier die Apartments in bester Lage lieber an Touristen als an Studenten und Kreative vermietet. Die reichen Investoren sind hier nicht die Skandinavier, sondern angeblich Franzosen. Unser Apartment gehört aber einem mild lächelnden Israeli, der nebenan wohnt. Gentrifizierer sind wir jetzt trotzdem.</p>
<p><strong>Günther Jauch:</strong><br />
lässt sich hier auch nicht öfter blicken als in Berliner Szenecafés. Der kleinste gemeinsame Fragennenner hat in einem traditionsreichen Café am Frishman Beach eine Runde treuer, älterer, weiblicher Fans. Jeden Freitag treffen sich die deutschstämmigen Jüdinnen dort, essen den legendären Kuchen und träumen vom Moderationsmessias. Als er diese ihre Geschichte einst in einer Berliner Zeitung las, soll er sie tatsächlich einmal dort besucht haben. Holy Shit!</p>
<p><strong>Bepinkelte U-Bahn-Schächte:</strong><br />
Gibt es hier nicht. Haha!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ostprobe.wordpress.com/500/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ostprobe.wordpress.com/500/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=500&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/11/berlin-tel-aviv-der-stadtevergleich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120511-124751.jpg?w=112" />
		<media:content url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120511-124751.jpg?w=112" medium="image">
			<media:title type="html">20120511-124751.jpg</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0a39ff215a8f803aaba6cd33cd662474?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ostprobe</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/20120511-124751.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">20120511-124751.jpg</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Was getan werden muss</title>
		<link>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/11/was-getan-werden-muss/</link>
		<comments>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/11/was-getan-werden-muss/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 May 2012 09:31:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ostprobe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Naher Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Frishman]]></category>
		<category><![CDATA[Ginger Ale]]></category>
		<category><![CDATA[Hollywoodschaukel]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Tel Aviv]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/11/was-getan-werden-muss/</guid>
		<description><![CDATA[Wir sind nach Tel Aviv aufgebrochen und habenuns mittlerweile in einem großzügigen Apartment nahe des Frishman-Beaches niedergelassen. Wer jetzt neben ... <br /><a class="more-link" href="http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/11/was-getan-werden-muss/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=497&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/p10307291.jpg"><img class="size-full wp-image" alt="Image" src="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/p10307291.jpg?w=1014" /></a></p>
<p>Wir sind nach Tel Aviv aufgebrochen und habenuns mittlerweile in einem großzügigen Apartment nahe des Frishman-Beaches niedergelassen. Wer jetzt neben mir hier auf der Hollywoodschaukel der Sonnenterrasse sitzen und einen Zitronen-Minze-Ginger Ale in der Hand halten würde, dem fiele wohl nicht die Frage nach dem Warum ein. Weil hier aber keiner ist, gebe ich drei Erklärungsansätze nach da draußen:</p>
<p>1. In Zeiten, in denen Nobelpreisträger ihre letzte Tinte aus dem Füller drücken um vor Israel als Kriegstreiber zu warnen, ist es für Journalisten besonders spannend genau dorthin zu reisen.</p>
<p>2. Nach fast drei Jahren Ost-Abstinenz (also dem ausländischen Osten) war die Sehnsucht einfach zu groß nach einer fremden Währung, rätselhaften Schriftzeichen, dem Risiko eines Sonnenbrandes im Mai, intensiver Lebenslust bei gleichzeitiger Todesnähe, dem leichten Singsang-Akzent im Englisch der Freunde, anderen Gotteshäusern, Hupkonzerten und Sand auf dem Bettlaken.</p>
<p>3. Für Großstadtkatzen wie uns gibt es keine perfektere Auszeitstadt als Tel Aviv. Es ist wie Berlin und Rio in einem.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ostprobe.wordpress.com/497/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ostprobe.wordpress.com/497/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=497&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ostprobe.wordpress.com/2012/05/11/was-getan-werden-muss/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
		<media:thumbnail url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/p10307291.jpg?w=150" />
		<media:content url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/p10307291.jpg?w=150" medium="image">
			<media:title type="html">P1030729</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0a39ff215a8f803aaba6cd33cd662474?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ostprobe</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://ostprobe.files.wordpress.com/2012/05/p10307291.jpg?w=1014" medium="image">
			<media:title type="html">Image</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Frage an die Leser</title>
		<link>http://ostprobe.wordpress.com/2010/04/27/frage-an-die-leser/</link>
		<comments>http://ostprobe.wordpress.com/2010/04/27/frage-an-die-leser/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 13:49:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ostprobe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Albaner]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Mazedonien]]></category>
		<category><![CDATA[Skopje]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ostprobe.wordpress.com/2010/04/27/frage-an-die-leser/</guid>
		<description><![CDATA[Vor einer Woche saß ein Mann an meinem Kaffeetisch in Skopje. Er hatte eine braune Lederjacke an, einen dunklen Bürstenhaarschnitt ... <br /><a class="more-link" href="http://ostprobe.wordpress.com/2010/04/27/frage-an-die-leser/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=486&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einer Woche saß ein Mann an meinem Kaffeetisch in Skopje. Er hatte eine braune Lederjacke an, einen dunklen Bürstenhaarschnitt und traurige Augen. In seiner Tasche trug er einen Brief, den er mir zeigen wolle, weil ich doch Deutsche und Journalistin sei.<br />
Der Brief kam aus Deutschland. Universitätsklinik Düsseldorf. Krebszentrum. Bei seiner sieben Monate alten Tochter Eliza wurde ein Neuroblastom diagnostiziert. Es gibt auch eine Therapie, aber die kostet 150 000 Euro plus 20 000 Euro für das mitreisende Elternteil. &#8220;Wir bitten um Vorauszahlung&#8221;, stand in dem Brief an den Mann. &#8220;Bitte überweisen Sie den gesamten Betrag von 170 000 Euro auf unser Konto.&#8221;<br />
Seine Krankenversicherung hier in Mazedonien würde das nicht übernehmen. Besonders nicht für einen Albaner. Er guckte vorsichtig von der Tischplatte auf den Brief in meinen Händen. Ich wagte kaum aufzuschauen. Was sollte ich ihm antworten? Was kann ich tun?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ostprobe.wordpress.com/486/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ostprobe.wordpress.com/486/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=486&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ostprobe.wordpress.com/2010/04/27/frage-an-die-leser/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0a39ff215a8f803aaba6cd33cd662474?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ostprobe</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Wie ich in eine kosovarische Pornosauna geriet</title>
		<link>http://ostprobe.wordpress.com/2010/04/26/wie-ich-in-eine-kosovarische-pornosauna-geriet/</link>
		<comments>http://ostprobe.wordpress.com/2010/04/26/wie-ich-in-eine-kosovarische-pornosauna-geriet/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 15:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ostprobe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kosovo]]></category>
		<category><![CDATA[Krokodile]]></category>
		<category><![CDATA[Pornosauna]]></category>
		<category><![CDATA[Pristina]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ostprobe.wordpress.com/2010/04/26/wie-ich-in-eine-kosovarische-pornosauna-geriet/</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;Es geht immer um Honey oder Money&#8221;, stand auf diesem Blog hier letztens in einem Kommentar. Wie wahr dieser Ratschlag ... <br /><a class="more-link" href="http://ostprobe.wordpress.com/2010/04/26/wie-ich-in-eine-kosovarische-pornosauna-geriet/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=485&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Es geht immer um Honey oder Money&#8221;, stand auf diesem Blog hier letztens in einem Kommentar. Wie wahr dieser Ratschlag ist, offenbarte sich mir an einem Samstag abend in Pristina.</p>
<p>Der Rausch der letzten Nacht hatte gerade nachgelassen und die Suche nach einem möglichst entspannenden Ausgleich begonnen. Wir saßen im Apartment meiner Vulkanwolken-Interims-Eltern Rina und Leo, nippten türkischen Kaffee und Cognac im Wechsel und beschlossen die Nacht in einem Schweizer Wellness Center zu beginnen. Eine halbe Stunde außerhalb der kosovarischen Hauptstadt stand der blaue Glaswürfel, vor dem gerade ein Außenbecken und ein Spielplatz gebaut wurde. Davor parkte eine Reihe teurer, schwerer, schwarzer Wagen. Drinnen war das Personal &#8211; falsche Blondinen zumeist &#8211; in kurze rote Flatterröckchen und weiß-rot-gestreifte Tops gekleidet. In einem abgetrennten Raum saßen einige Männer in Bademänteln, spielten Domino und rauchten bis das Separée von außen wie eine Dampfsauna aussah. Auf mehreren Flatscreen-Bildschirmen lief Fußball. </p>
<p>Ich beschloss, zunächst ein paar Runden zu schwimmen, um in der Sauna später von einem wohlig müden Gefühl übermannt zu werden. Doch schon während der ersten Bahn kam Bewegung ins Becken. Männer aller Altersklassen köpften in den Pool, tauchten, spritzten, juchzten. Jeder, so schien es, hate seine eigene Aquirierungsstrategie um Aufmerksamkeit. &#8220;Jede Menge Krokodile hier&#8221;, sagte Rina und bevor noch eines zuschnappte, verließ ich das Becken in Richtung Dusche. Der hellblaue Vorhang mit Wolken darauf war stets zu kurz um die Kabine lunzsicher zu machen und das Wasser so kalt, dass es jedem Duschenden nur unter Stöhnen gelang, der Temperatur Stand zu halten. In den Nebenkabinen spielte sich ein wahres Konzert aus &#8220;Uuhs&#8221; und &#8220;Aahs&#8221; ab. Vor der Kabine hielten die Krokodile schon wieder eien Versammlung ab, in der es offensichtlich darum ging, wie man richtig eine nasse Badehose zurechtrüttelt und -schüttelt.</p>
<p>All das hätte mich stutzig machen können, ob das hier wirklich Badevergnügen für die ganze Familie ist, wie der Spielplatz suggerierte. Ich öffnete die Glastür zur Steinsauna. Mehr noch als die Hitze schlugen mir zwei Tigertangas entgegen, die sich am Ender der langen Beine einer Brünetten und einer Blonden erstreckten. Ich fragte mich gerade, wie viel Ironie wohl in der Kleiderwahl war, da öffnete sich die Saunatür erneut und zwei Krokodile kamen herein. Ein alter mit grauem Brusthaar begrüßte die Damen mit professionellem flüchtigen Handschlag. Der Junge mit Blinker-Ohrstecker und Sportshort setzte sich hektisch unterhalb der Damen. Diese zückten gleich eine Flasche Körperöl und tröpfelten sie auf die bereits nassgeschwitzte Haut. In animierenden Bewegungen verschoben sie die Körperfeuchte auf den Gliedmaßen. Der Alte streckte seine Hand aus um auch einen Schwuppser Öl zu bekommen. Den verteilte er dann so heftig klatschend und reibend auf seinem Oberkörper, dass es nur so spritzte.<br />
Der Junge strich sich hektisch die Innenseiten seiner Oberschenkel entlang, die unruhig wippten. Er begann, sich mit dem brünetten Tiger zu unterhalten. Sein Kopf zeigte gen Privatjakuzzi. Die Brünette schnappte ihr Handtuch, wickelte es sich umständlich um den grazilen Körper und verschwand. Als er wenige Minuten später hinterherstieg, schloss ich die unwirkliche Sammlung von Indizien und erkannte: Hier geht es um Honey. Oder Money. Oder beides. </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ostprobe.wordpress.com/485/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ostprobe.wordpress.com/485/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=485&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ostprobe.wordpress.com/2010/04/26/wie-ich-in-eine-kosovarische-pornosauna-geriet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0a39ff215a8f803aaba6cd33cd662474?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ostprobe</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Die Wolke</title>
		<link>http://ostprobe.wordpress.com/2010/04/26/die-wolke/</link>
		<comments>http://ostprobe.wordpress.com/2010/04/26/die-wolke/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 14:48:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ostprobe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Südosteuropa]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ostprobe.wordpress.com/?p=482</guid>
		<description><![CDATA[Ein Vulkan? Ausgebrochen? Eine Wolke? Ausgebreitet über ganz Europa? Die Flughäfen? Im Ausnahmezustand? Es ist mein letzter Tag in Skopje. ... <br /><a class="more-link" href="http://ostprobe.wordpress.com/2010/04/26/die-wolke/">Weiterlesen</a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=482&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Vulkan? Ausgebrochen?<br />
Eine Wolke? Ausgebreitet über ganz Europa?<br />
Die Flughäfen? Im Ausnahmezustand?</p>
<p>Es ist mein letzter Tag in Skopje. die Sachen sind gepackt und das Ticket zurechtgelegt als ich vom zentraleuropäischen Klimaphänomen erfahre. Nichts geht mehr in Sachen Luftfahrt &#8211; und ich brauche erstmal frische Luft. Der Regen hat seit Tagen nicht ausgesetzt, aber in den engen Gassen der Altstadt geht das Leben in gewohnter mäßiger Geschäftigkeit seinen Gang. Ohne Plan und ohne Ahnung, wo ein Solcher herkommen soll, wandere ich durch den Basar, durch den mich immer der Zufall führt. Und das Schicksal offenbar das Ziel bestimmt.</p>
<p>Diesmal taucht es in Form einer zarten, jungen Frau mit rauer Stimme und assymmetrischer Frisur auf. Rina spaziert mit einem alten Bekannten von mir über das nasse Pflaster, auf ihren Schultern hat sie einen Rucksack geschultert. Sie will heute noch nach Pristina &#8211; dorthin, wo ich wegen meines Fluges auch hin sollte. Bei einem Tee erzähle ich ihr, dass ich fürchte, dort stecken zu bleiben. Da guckt sie mich ratlos an und sagt: &#8220;Es gibt Schlimmeres.&#8221;</p>
<p>Und so öffnet sich eine neue Tür &#8211; nämlich die ihres Freundes Leo in der kosovarischen Hauptstadt Pristina. Dort steht schon ein Holzfass mit Cognac bereit, weitere Freunde des Hauses trudeln ein und lassen sich zwischen Laptops, Iphone, moderner Couch und Goldfischglas nieder. Nicht nur ihre Wohnung erinnert an Berliner Bourgois Bohème, sie und ihre Freunde gehören auch zu einer überschaubaren Avantgarde. Rina studiert Produktdesign, organisiert Dokumentarfilmfestival und war bis vor kurzem noch Besitzerin der ersten Raki-Bar in Pristina. Ihr Freund Leo ist Banker und Restaurantbesitzer. Der Freundeskreis der beiden besteht aus Fotografen, Künstlern, DJ&#8217;s, Schauspielern und Journalisten.</p>
<p>Die Gruppe bricht auf in die kosovarische Freitagnacht, macht Station in einer winzigen Bar, wo der Besitzer den Schnaps mit ihnen am Tisch leert. Der dabei entstehende Bewegungsdrang, wird später in einem versteckten Hinterhofclub abgebaut. Eng an eng wackeln dort Mädchen in winzigen Kleidern und gerahmten Nerd-Brillen mit den Hintern, die Jungs mit Lockenkopf oder exzentrischen Hüten machen dabei gern mit. Es wird viel geraucht &#8211; hier ist das Rauchen in Lokalitäten eher erwünscht als verboten -, viel Erquickliches aus Plastikbechern geleert und von Kreditkarten gezogen. Das Fetenvolk ist neugierig und offen, aber nie aufdringlich. Jeder hat noch ein Bett, ein Zimmer oder eine ganze Etage, die im Falle einer Wolkennotsituation dem Fremdling offen stünde.</p>
<p>Ein letzter Lokalitätenwechsel. In einem ehemaligen Kaufhaus und späteren UNMIK-Stützpunkt unterhalb des zentralen Grandhotels versteckt sich hinter einem Parkdeck das &#8220;Undergrand&#8221;, ein Club für den innersten Zirkel. Dort ist die Bar und der DJ-Pult mittlerweile der Allgemeinheit zugänglich, die zwar nur aus 30 Leuten besteht, dafür aber umso härter durchzieht. Liquids und Liqueure jeder Art bilden einen knalligen Cocktail, der in jeder Vene mit dem Beat der Musik schwingt. Eskalation Alarmstufe Rot.</p>
<p>Draußen ist es schon wieder taghell, die ersten Hauptstädter gehen schon im Park joggen, als plötzlich der Heimflug wieder ins Bewusstsein rückt. Und die Wolke, die plötzlich gar nicht mehr so bedrohlich über meinem Balkanaufenthalt steht. &#8220;Ich wünsche mir fast, dass der Flug abgesagt wird&#8221;, sage ich zu Rina. Da umarmt sie mich mit großer Geste und sagt: &#8220;I love that cloud!&#8221;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ostprobe.wordpress.com/482/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ostprobe.wordpress.com/482/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ostprobe.wordpress.com&#038;blog=6943360&#038;post=482&#038;subd=ostprobe&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://ostprobe.wordpress.com/2010/04/26/die-wolke/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
	
		<media:content url="http://0.gravatar.com/avatar/0a39ff215a8f803aaba6cd33cd662474?s=96&#38;d=identicon&#38;r=G" medium="image">
			<media:title type="html">ostprobe</media:title>
		</media:content>
	</item>
	</channel>
</rss>
